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Und ab nach Deutschland...

Posted on: 15.12.2020

Wir wurden überraschend gekündigt und sind schon wieder auf Reisen. Dabei machte uns die Corona-Krise doch sehr zu schaffen...

Die Zeit vergeht wie im Flug, was einfach deutlich zeigt, dass sie sehr kurzweilig ist. Wie ihr im letzten Corona-Artikel lesen konntet, waren wir ja an unserem Standort in Irland von der Corona-Krise nur wenig betroffen. Die Auswirkungen haben wir dann jedoch am eigenen Leibe erfahren können, als wir uns aufmachten, die liebgewonnene Grüne Insel zeitweilig zu verlassen -  Gott sei Dank, ohne selbst am Virus zu erkranken.

Im Oktober erhielten wir relativ überraschend die Kündigung für unser Haus in Irland, da der Vermieter es lieber verkaufen möchte. Er gab uns Zeit bis Ende Februar ein neues Haus zu suchen. Jedoch ist der Winter - wir waren auch gerade im LockDown, von dem keiner so genau wusste, wie lange er andauern wird - nicht die beste Zeit, um in Irland nach einem neuen Haus zu suchen. Zusammen mit der Kündigung erhielten wir das Angebot für ein halbes Jahr in einem Haus in Deutschland unterzukommen.

Wir nahmen das Angebot kurzfristig zum 1. Dezember an und begannen also direkt mit dem Packen, denn es musste – wieder einmal – alles eingelagert und für unsere Rückkehr Mitte 2021 vorbereitet werden.

Damit ihr versteht wie die Corona-Krise unsere Pläne beeinflusst hat, hier ein paar Einblicke in unsere Reisepläne:

Unser Reiseplan ist üblicherweise:

(Tag 1)
200 km Fahrt nach Rosslare
18 h Fähre (Ankunft in Frankreich später Nachmittag)
(Tag 2)
2–3 h Fahrt zur Jugendherberge in Frankreich
(Tag 3)
800–1000 km Fahrt zur Unterkunft in Deutschland

Doch dieses Mal war unser Haus unmöbliert, daher sind wir noch an unserem Lager in Singen vorbeigefahren, um Betten und anderen Hausrat zu holen.

So also der angepasste Plan:

(Tag 1)
200 km Fahrt nach Rosslare
18 h Fähre (Ankunft in Frankreich später Nachmittag)
(Tag 2)
2–3 h Fahrt zur Jugendherberge in Frankreich
(Tag 3)
800 km Fahrt nach Singen
(Tag 4)
Transporter mieten + 650 km Fahrt zum Haus
Ein Freund nimmt den Transporter, damit Katharina nicht allein den Bus mit den Kindern und dem Anhänger fahren muss.

Tja, der Mensch denkt und Gott lenkt!

1. Frankreich bleibt auch nach November im LockDown - daher sagt uns die Jugendherberge ab.
2. Unser Freund hat Kontakt zu einer mit Covid-19 infizierten Person, daher muss er in Quarantäne und darf den Transporter nicht fahren.

Damit änderten sich kurzfristig die Pläne auf die Variante "Alles allein und ohne Pause":
 
(Tag 1/2)
200 km Fahrt nach Rosslare
18 h Fähre (Ankunft in Frankreich später Nachmittag)
Wegen Corona verbringen wir nahezu die gesamte Zeit in der Kabine.
(Tag 2/3)
1000 km Fahrt nach Singen - 14 Stunden Nachtfahrt mit Tempo 100 km/h wegen des Anhängers > Ankunft später Vormittag in Singen
Nach kurzem Schlaf, Sachen sichten und packen und dann Einladung bei Freunden = kurze Verschnaufpause
(Tag 4)
Transporter mieten, allein beladen. 650 km Fahrt = 10 h wegen des Anhängers > Ankunft 1:30 Uhr! Noch in der Nacht Transporter ausladen. Gott sei Dank, keine Quarantäne und somit Hilfe beim Entladen.

Resultat: Einfach nur platt und fertig ... aber glücklich angekommen.

In der Woche darauf sind wir erstmal alle krank geworden, denn das Klima in Deutschland unterscheidet sich ja sehr – wir hatten Ende November noch T-Shirt-Wetter in Irland – und nach diesen Reisestrapazen waren wir nicht mehr fit genug, um das einfach so wegzustecken.

Wir leben uns nun hier in Mitteldeutschland ein und sind schon wieder in einem neuen LockDown.

Es sind spannende Zeiten und wir freuen uns erstmal auf einen ruhigen Jahreswechsel. Aber natürlich sind wir auch voller Vorfreude, was uns im kommenden Jahr wieder Neues erwarten wird.

Viele Grüße und Gottes Segen
Johannes